Liebe Unterstützer,
Wir hatten heute zwei Videokonferenzen mit Arkadiy und mit Anatoliy, die uns in die aktuelle Situation in der Ukraine etwas mehr mit reingenommen haben.
Arkadiy erzählte uns, dass die Preise in der Ukraine ständig steigen – 1 l Benzin kostet auch bei Ihnen mittlerweile zwei Dollar – die Lebensmittelpreise gehen auch nach oben.
Das Militär rekrutiert ständig Männer auf der Straße, darum trauen sich die Männer nicht mehr aus dem Haus. Zwei Mechaniker, die bei Arkadiy ein Auto reparierten und dann zurückfuhren in ihre Werkstatt wurden vom Militär angehalten und sofort eingezogen.
Die Ukraine hat mittlerweile die höchste Sterbe- und die niedrigste Geburtenrate in Europa. Seit Beginn des Krieges haben circa 10 Millionen Menschen die Ukraine verlassen – eine enorme Zahl!
Am schlimmsten ist die Situation in Kiew mit teilweise nur 2 Stunden Strom am Tag. Es war lange Zeit zu kalt, um in den Wohnungen zu bleiben und die Menschen sind in die Außenbezirke zu Bekannten gegangen.
Die Suppenküchen laufen weiterhin gut.
In Staro bekommen die Suppenküchenbesucher ab und zu für mehrere Tage Lebensmittel mit nach Hause, da dort eine Militärbasis ist und es ständig Luftangriffe gibt und es sehr gefährlich ist, auf die Straße zu gehen.
Auf die Frage, was wir tun sollen, wenn wir nicht mehr alle Suppenküchen finanzieren können, antwortete Anatoliy, dass dann nur noch vier Tage in der Woche Essen ausgegeben werden soll.
Wir hoffen natürlich, dass es nicht soweit kommt und wünschen uns, dass wir durch eure Unterstützung den Suppenküchenbesuchern weiterhin 5x die Woche warme Mahlzeiten, Gemeinschaft und Gottes Wort weitergeben dürfen.
Wir wünschen euch eine gesegnete Woche!