Letzte Woche waren wir (Uwe und Birgit Gottwald) in Odessa.
Via Flugzeug nach Chișinău (Moldawien) und dann 4 Stunden mit dem Bus konnten wir seit langer Zeit wieder unsere Freunde und die Suppenküche in Odessa besuchen.
Am Schabbatabend waren wir in der messianischen Gemeinde in Odessa und übernachteten als vermutlich einzige Gäste in einem Hotel in der Innenstadt. In der Nacht gab es zweimal Luftalarm, aber niemand kümmert sich mittlerweile mehr darum. Auch tagsüber gibt es immer wieder Alarm aber die Menschen sind es leid, so wie am Anfang sich in die Keller, oder die Luftschutzräume zu flüchten. Am nächsten Tag besuchten wir unsere Suppenküche – Dankbarkeit, bewegende Geschichten und eine wertvolle Gemeinschaft – das waren die wesentlichen Eindrücke, die wir mitnahmen. Anschließend besuchten wir zwei Wohnungen – eine völlig vermüllt und verdreckt. Tanja, die Leiterin der Suppenküche, kümmert sich dennoch rührend jeden Tag um das alte Ehepaar. Bei einem kurzen Ausflug an das Schwarze Meer, fanden wir am Sandstrand eine abgeschlossene russische Drohne – Alltag im Krieg.
